ratiqo
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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

ratiqo · Version 2026-10

1. Geltung und Anbieterin

Diese AGB regeln die Nutzung der Online-Buchhaltungssoftware ratiqo durch Kundinnen und Kunden (Unternehmen und Selbständige). Anbieterin ist allerlei hoch zwei GmbH, Triemlistrasse 153, 8047 Zürich, fabian@allerlei2.com («Anbieterin»). Abweichende Bedingungen der Kundschaft gelten nur, wenn die Anbieterin ihnen schriftlich zustimmt.

2. Leistung

Die Anbieterin stellt ratiqo als Dienst über das Internet zur Verfügung (Software as a Service). Dazu gehören Buchhaltung, Rechnungen, Eingangsrechnungen, Bankimport, MWST-Abrechnung, Belegarchiv, Berichte und Datenexport im jeweils aktuellen Umfang. Die Anbieterin entwickelt ratiqo weiter und darf Funktionen anpassen, soweit der Kernnutzen erhalten bleibt. Sie strebt eine hohe Verfügbarkeit an, kann aber keine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit garantieren (z. B. Wartungsarbeiten, Störungen bei Dritten).

3. Testphase, Lizenz und Preise

Nach der Anmeldung steht ratiqo 30 Tage gratis zur Verfügung (Testphase). Danach ist eine Jahreslizenz nötig: CHF 179 pro Jahr inklusive einem Benutzer und einer Buchhalterin bzw. einem Buchhalter; ein Paket mit fünf zusätzlichen Benutzern kostet CHF 20 pro Jahr. Die Preise verstehen sich ⟦inkl./exkl. MWST bestätigen⟧. Die Lizenz gilt ein Jahr ab Freischaltung und endet danach automatisch, ohne dass gekündigt werden muss. Eine Verlängerung erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch der Kundschaft.

4. Nach Ablauf der Testphase oder Lizenz

Ohne gültige Lizenz bleibt die Buchhaltung schreibgeschützt: Die Kundschaft kann ihre Daten weiterhin ansehen und vollständig exportieren. Dieser Zugriff bleibt mindestens ⟦Dauer, z. B. 12 Monate⟧ nach Ablauf bestehen. Danach darf die Anbieterin das Konto samt Daten löschen, sofern sie die Kundschaft mindestens 30 Tage vorher per E-Mail darauf hingewiesen hat.

5. Pflichten der Kundschaft

Die Kundschaft hält ihre Zugangsdaten geheim, benachrichtigt die Anbieterin bei Missbrauchsverdacht und stellt sicher, dass ihre Benutzer ratiqo rechtmässig verwenden. Sie ist für die Richtigkeit und Vollständigkeit der erfassten Daten verantwortlich.

6. Verantwortung für Buchführung und Aufbewahrung

ratiqo ist ein Hilfsmittel. Die Verantwortung für die ordnungsmässige Buchführung (Art. 957 ff. des Obligationenrechts), für die MWST-Abrechnung und für die gesetzliche Aufbewahrung der Geschäftsbücher und Belege (10 Jahre, Art. 958f OR) liegt bei der Kundschaft. Berechnungen, insbesondere die MWST-Abrechnung, sind Hilfsrechnungen und vor der Einreichung zu prüfen. Die Anbieterin erbringt keine Treuhand-, Steuer- oder Rechtsberatung. Die Kundschaft exportiert ihre Daten regelmässig und bewahrt sie während der gesamten Aufbewahrungsfrist auf, auch über das Vertragsende hinaus.

7. Datenschutz und Daten der Kundschaft

Die Kundschaft bleibt Inhaberin und verantwortlich für die Daten, die sie in ratiqo erfasst (einschliesslich Daten ihrer Kunden und Lieferanten). Die Anbieterin bearbeitet diese Daten nur zur Erbringung des Dienstes und nach Weisung der Kundschaft. Es gelten die Datenschutzerklärung und der Auftragsbearbeitungsvertrag, die Bestandteil dieser AGB sind.

8. Datensicherung

Die Anbieterin sichert die Daten ⟦Rhythmus, z. B. täglich⟧ und bewahrt die Sicherungen ⟦Dauer, z. B. 30 Tage⟧ auf. Die Sicherung dient der Wiederherstellung nach Störungen und ersetzt nicht die Aufbewahrung durch die Kundschaft.

9. Haftung

Die Anbieterin haftet für Schäden nur bei Absicht oder grober Fahrlässigkeit. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, für indirekte Schäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust (soweit bei sachgemässer Sicherung vermeidbar) und für Schäden aus fehlerhaften Eingaben, Berechnungen oder Meldungen an Behörden ist soweit gesetzlich zulässig ausgeschlossen. Die Haftung ist insgesamt auf die im laufenden Lizenzjahr bezahlte Lizenzgebühr beschränkt, ⟦Haftungsgrenze bestätigen⟧. Zwingende gesetzliche Haftung bleibt vorbehalten.

10. Änderungen

Die Anbieterin kann diese AGB ändern. Änderungen werden der Kundschaft mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht die Kundschaft nicht innert dieser Frist, gelten die neuen AGB; bei Widerspruch bleibt die Lizenz bis zu ihrem Ablauf zu den bisherigen Bedingungen bestehen.

11. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt schweizerisches Recht unter Ausschluss des Kollisionsrechts. Gerichtsstand ist ⟦Sitz der Anbieterin⟧, soweit zwingendes Recht nichts anderes vorschreibt.